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Bund unterstützt die Energiewende auf der Altenberger Kläranlage
Vorhabentitel:
„NKI: Reduzierung der THG-Emissionen durch die Nutzung von Reinsauerstoff auf einer kommunalen Kläranlage mit erneuerbaren Energien“
Förderkennzeichen:
67KSM0118
Um die Energiewende auf der kommunalen Kläranlage erfolgreich zu gestalten, hat die Gemeinde Altenberge im Jahr 2022 den Grundsatzbeschluss gefasst, sich mit dem Projekt „RENO2MMÉE“ am Förderaufruf des Bundes für kommunale Klimaschutz-Modellprojekte zu beteiligen. Nach Durchlaufen des Förderverfahrens hat der Bund der Gemeinde Altenberge im Spätsommer 2025 einen Zuwendungsbescheid für die Umsetzung des rd. 3,5 Mio. Euro teuren Projektes in Höhe von rd. 2,45 Mio. Euro erteilt.

Die Zuwendung gilt für den Zeitraum vom 01.02.2026 bis zum 31.01.2030 (Bewilligungszeitraum). Seitens des Bundes wird mit dem Förderaufruf das Ziel verfolgt, die Umsetzung wegweisender investiver Modellprojekte im kommunalen Klimaschutz zu ermöglichen.
Das Projekt „RENO2MMÉE“
Der Betrieb der Kläranlage Altenberge soll klimaneutral werden, um so nicht nur CO2-Emissionen zu reduzieren, sondern auch die Energiewende zu beschleunigen.
Die Kläranlage Altenberge ist mit ca. 20 % des Gesamtstromverbrauchs der kommunalen Einrichtungen der Gemeinde Altenberge einer der größten Stromverbraucher.
Besonders die Belüftung der Belebungsbecken stellt mit knapp 50% des Gesamtenergieverbrauchs auf der Kläranlage den größten Energiekonsumenten dar. Bisher wird der Strom zu 2/3 aus deutschem Strommix bezogen und zu 1/3 im kläranlageneigenen Blockheizkraftwerk durch Faulgas selbst erzeugt.
Das Projektvorhaben „RENO2MMÉE“ verfolgt die modellhafte Umsetzung eines sektorenübergreifenden Energiekonzepts zur Reduktion von Treibhausgasemissionen auf kommunalen Abwasserreinigungsanlagen. Ziel ist es, die Lachgasemissionen auf der Kläranlage Altenberge zu reduzieren und das Energiesystem zu flexibilisieren, um den Energiebedarf mit erneuerbaren Energien zu decken.
Ein Kernelement des Systems ist der Zubau einer Photovoltaik-Freiflächenanlage, durch welche zukünftig der Energiebedarf gedeckt werden soll. Durch eine Kombination verschiedener Speichertechnologien wird eine autarke/netzunabhängige Energieversorgung angestrebt. Der Vorteil der Photovoltaik-Anlage besteht darin, dass an sonnenreichen Tagen die Stromüberschüsse in einem leistungsfähigen Batteriespeicher zur Lastspitzenabdeckung gespeichert werden können.
Weitere Kernelemente des Systems sind die Flexibilisierung der Faulgasnutzung über eine zusätzlichen Gasspeicher und ein zweites Blockheizkraftwerk sowie eine Druckwechsel-Absorptionsanlage zur Erzeugung von Reinsauerstoff. Der Reinsauerstoff wird ergänzend zum Luftsauerstoff in der Belebungsstufe eingesetzt, wodurch die Stickstoffelimination verbessert und Lachgasemissionen (N2O) reduziert werden.

Die Energieflüsse werden intelligent über eine moderne Mess-, Steuer- und Regelungstechnik gesteuert, wobei das Monitoring detaillierte Betriebs- und Emissionsdaten erfasst.
Durch die regenerative Eigenstromerzeugung können auf der Kläranlage Altenberge ca. 135 t CO2 pro Jahr eingespart werden, sodass nicht nur im Sinne der Klimaschutzziele gehandelt, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zur Energiewende geleistet wird. Neben der CO2-Reduzierung können durch die Nutzung des Reinsauerstoffs anstelle der sonstigen Belüftung im Belebungsbecken die biologischen Reinigungsprozesse verbessert und somit die Lachgasemissionen erheblich reduziert werden.