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11. Juli 2025

Projekt IstaG für mehr sozialen Wohnraum auf den Weg gebracht

Auf dem Bild zu sehen: v.l. Sebastian Seidel (BM Everswinkel), Katrin Reuscher (BM Sendenhorst), Jörn Möltgen (BM Havixbeck), Karl Reinke (BM Altenberge), Peter Horstmann (BM Warendorf), Wolfgang Pieper (BM Telgte); Carsten Grawunder (BM Drensteinfurt); Christoph Britten (Fachbereichsleiter Drensteinfurt), Regina Höppner (Dezernatsleiterin Warendorf), Detlef Weigt (Leiter Geschäftsstelle Stadtregion Münster), Benedikt Trockel (Grundstücksgesellschaft Sendenhorst)

Großer Schritt für sozialen Wohnraum: Stadt- und Gemeinderäte von sieben Kommunen stimmen der Gründung einer gemeinsamen Wohnungsbaugenossenschaft zum Projekt IstaG zu.

Mit den Gründungsbeschlüssen der Stadträte in Drensteinfurt und Sendenhorst in dieser Woche ist es jetzt offiziell: Alle sieben beteiligten Kommunen haben der Gründung einer interkommunalen Wohnungsbaugenossenschaft zugestimmt. Ein bedeutender Meilenstein für das gemeinsame Projekt IstaG-Modell Wohnen (Interkommunale stadtregionale Gesellschaft) zur Förderung des sozialen und bezahlbaren Wohnraums in der Region ist damit erreicht.

Die im IstaG-Modell an den Vorbereitungen zur Gründung einer gemeinsamen Wohnungsbaugesellschaft teilnehmenden Kommunen sind Altenberge, Drensteinfurt, Everswinkel, Havixbeck, Sendenhorst, Telgte und Warendorf.

Mit dem nun vorliegenden politischen Rückhalt aller Räte für das Leuchtturmprojekt in der Region ist der Weg frei: die formelle Gründung der interkommunalen Wohnungsbaugenossenschaft kann in Angriff genommen werden. Parallel dazu sollen auch die lokalen Tochtergesellschaften in den beteiligten Kommunen aufgebaut werden.

Ziel ist es, bereits Anfang 2026 mit konkreten Planungen für die ersten Wohnbauprojekte zu beginnen und schnellstmöglich einen größeren kommunalen Wohnungsbestand aufzubauen.

„Das ist ein großer Erfolg und ein starkes Signal der interkommunalen Zusammenarbeit“ zeigt sich Warendorfs Bürgermeister Peter Horstmann sehr erfreut.“ Mit der Genossenschaft schaffen die sieben beteiligten Kommunen künftig eine dritte Säule auf dem Wohnungsmarkt: neben privatem und genossenschaftlichem Engagement soll die kommunale Wohnungswirtschaft in der Zukunft nachhaltig sozialen Wohnraum sichern. Einigkeit besteht dabei bei allen beteiligten Kommunen, dass es mit der 3. Säule nicht darum geht, privaten Anbietern etwas wegzunehmen, sondern einen stabilen Grundstock an Wohnungen in öffentlicher Hand zu schaffen.

Die Idee zur interkommunalen Wohnungsbaugenossenschaft entstand vor dem Hintergrund des wachsenden Drucks auf dem Wohnungsmarkt, insbesondere im Bereich bezahlbarer Mietwohnungen. Die sieben Kommunen haben sich zusammengeschlossen, um durch gemeinsame Ressourcen, abgestimmte Strategien und gebündelte Expertise den sozialen Wohnungsbau langfristig zu stärken.

Mit der Verwirklichung des IstaG-Modells Wohnen beabsichtigen die sieben Kommunen, jeweils eigene lokale Wohnungsbaugesellschaften und gemeinsam eine Genossenschaft als Dienstleister/Geschäftsbesorger für die neuen lokalen Gesellschaften zu gründen. Mit dem Einsatz der Genossenschaft und der operativen Planung, Schaffung und Bewirtschaftung von Wohnraum soll ein wirtschaftlicher Betrieb der lokalen Wohnungsbaugesellschaften gesichert werden.

Die NRW-Landesregierung hat eine Förderung des IstaG-Modells zugesagt und über das Förderprogramm Wohnen eine Summe von 350.000 Euro für die Umsetzung bewilligt.