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03. Dezember 2025

Orange Day: Mehr Sicherheit für Frauen

Eine Aktion der Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde Altenberge mit dem Familienbündnis und dem Café Frauen der Welt.

Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt an Mädchen und Frauen am 25. November, auch bekannt als "Orange Day", bekamen die Gäste des Café Frauen der Welt im Haus für Alle am Dienstag ein verspätetes Geschenk: Einen Kurs zur eigenen Sicherheit. 

Olaf Schawe und Petra Wilde, das Dojoteam aus Waltrup, brachten mehr als 25 Jahre Kurserfahrung mit und zeigten den rund 15 Frauen aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen, wie sie sich in brenzligen Situationen verhalten können, zum Beispiel, wenn sie im Bus oder am Bahnhof belästigt werden, sie sich auf dem Nachhauseweg im Dunkeln plötzlich nicht mehr sicher fühlen oder eine konkrete Bedrohungssituation durch einen Angreifer entsteht. 

Um genug Platz zu haben, fand das Café einmalig im Karl-Leisner-Haus statt. Wirksam Haltung zeigen war einer der wichtigsten Tipps der beiden Profis. Im Bus aufzustehen, wenn man bedrängt wird und dann noch laut zu werden demonstriert bereits Stärke und setzt Grenzen. Wenn das nicht reicht, wäre ein Hilferuf angezeigt. Noch wirksamer ist es aber oft, Menschen aus der Umgebung gezielt zu involvieren: Sie anzuschauen, anzusprechen und Hilfe einzufordern. 

Diese anscheinend ganz simplen Tipps sind für Frauen mit Migrationshintergrund vielmals schon eine große Hürde. Oft gibt es Unsicherheiten, welches Verhalten gesellschaftlich akzeptabel ist, Sprachbarrieren verhindern zudem, sich Hilfe zu holen. 

„Täter haben ein gutes Gespür dafür, wen sie einschüchtern und drangsalieren können. Sie suchen sich ihre Opfer fast immer gezielt aus“, meint die Gleichstellungsbeauftragte Franziska Mahlmann, „daher ist es wichtig, in der Prävention auf vulnerable Gruppen besonders zuzugehen und ihnen zu vermitteln, wie sie sich wehren können.“ 

Der zweistündige Kurs, der durch das Gleichstellungsbudget der Gemeinde Altenberge finanziell unterstützt wurde, vermittelte alle Tipps und Verteidigungstechniken spielerisch, praxisnah und mit zahlreichen Übungen. Die Frauen machten aktiv mit und es gab trotz des ernsten Themas auch viel zu Lachen. 

Der Kurs flankierte die Brötchentüten-Aktion der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Steinfurt „Gewalt kommt nicht in die Tüte“, bei der in Altenberge seit dem 25. November wieder die Bäckereien Essmann’s Backstube, Bäckerei Verspohl und Bäckerei Elshoff sowie die Adler- und die Ludgerus-Apotheke teilgenommen haben. Hierbei wird vor allem die Nummer des Hilfetelefons 116016 gestreut. 

Ziel beiden Aktionen ist die Sichtbarmachung von Gewalt gegen Frauen und ein Beitrag zu deren Prävention. Alle Informationen zum Hilfetelefon, das vertraulich, kostenfrei, mehrsprachig und rund um die Uhr Hilfe und Unterstützung für von Gewalt betroffene Frauen anbietet gibt es im Internet unter www.hilfetelefon.de