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19. März 2026

Lesung gegen das Vergessen

Plakat mit historischem Bild der Bücherverbrennung auf dem Opernplatz

Vorleser und Vorleserinnen gesucht zur Veranstaltung „Gegen das Vergessen“

Karl Sojka hat Auschwitz überlebt. Er sagt: 

„Nicht Hitler, Göring, Goebbels, Himmler und wie die alle hießen, haben mich verschleppt und geschlagen. Nein! Es war der Schuster, der Nachbar, der Greißler, der Milchmann, der Postmann.“ 

Heute teilt die Mitte unserer Gesellschaft wieder zunehmend demokratiefeindliche und rechtsextreme Einstellungen. Das ist das Ergebnis der Studie „Die distanzierte Mitte“ unter Leitung des Gewalt- und Konfliktforschers Andreas Zick: Jede zwölfte Person in Deutschland hat ein rechtsextremes Weltbild, fast jeder dritte Person teilt völkische Ansichten. 

Am 10. Mai 1933 verbrannten in 22 deutschen Universitätsstädten die Werke von Autoren, die für die nationalsozialistischen Macht-haber gefährlich waren. Verbrannt wurden mehr als 20.000 Bücher, die als „undeutsch“ bezeichnet und auf eine „Schwarze Liste“ gesetzt worden waren. In den USA wird der Kulturkampf seit Jahren auch in die Bücherregale getragen. Konservative und rechtspopulistische Politikerinnen und Politi-ker sowie Elterngruppen wie „Moms for Liberty“ setzen sich dafür ein, Bücher aus Schulen und Bibliotheken zu entfernen – und werden damit immer erfolgreicher. Mittlerweile betrifft dies tausende von verbannten Büchern. Darunter fallen Werke von Toni Morrison, Margaret Atwood, Harper Lee, Alice Walker und auch das „Tagebuch der Anne Frank“. Es sind vor allem Werke, die sich mit Frauenrechten, queeren Identitäten, Rassismus und politischen Systemen auseinandersetzen. 

Nicht nur in den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es Bücherverbote. In immer mehr Ländern sind diese Bestrebungen zu beobachten. Erinnerungskultur ist daher eine Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen für eine offene und demokratische Gesellschaft. Da der 10. Mai in diesem Jahr auf den zweiten Sonntag im Mai fällt, an dem hier traditionell Muttertag gefeiert wird, wird der Schwerpunkt der Lesung in diesem Jahr auf „Die Rolle der Frau im Nationalsozialismus“ gesetzt und auch Bezüge zum Hier und Heute hergestellt. Gelesen werden darf deshalb auch nicht nur aus den „verbrannten“ Büchern, sondern auch aus „verbannten“ Büchern. 

Gesucht werden Vorleserinnen und Vorleser, die gerne lesen und vorlesen und einen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten wollen. Wer mitwirken möchte, kann sich per Mail oder Telefon an das Aktionsbündnis Demokratie Altenberge wenden:

Koordinatorin ist Walburga Halbrügge-Schneider (halbruegge-schneider@gmx.de oder 0173/2921066).
Die Veranstalter freuen sich auf Lesewillige ganz unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Themen.
Die Veranstaltung findet am Sonntag, 10. Mai 2026 um 19 Uhr in der Kulturwerkstatt in den Räumen der ehemaligen Johannes-Grundschule statt.