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15. Mai 2026
Lesen gegen das Vergessen am 10. Mai 2026
Die Kulturwerkstatt und das Aktionsbündnis Demokratie Altenberge zeichnet eine besondere Verbindung aus: Die letzte Veranstaltung in den Räumen der Kulturwerkstatt an der Bahnhofstraße und die erste Veranstaltung in den neuen Räumen in der ehemaligen Johannesschule an der Königsstraße war das „Lesen gegen das Vergessen“. Und wie im vergangenen Jahr fanden sich auch dieses Mal viele Gäste ein - so viele, dass sogar „Notsitze“ eingerichtet werden mussten.
Um Erinnerungen an unsere Geschichte zur Zeit des Nationalsozialismus wachzuhalten und weiterzugeben, braucht es mehr als Geschichtsunterricht, meinen die Veranstalter: Lebendige Erinnerungskultur schaffen ist das Ziel dieser vom Aktionsbündnis Demokratie Altenberge in Zusammenarbeit mit der Kulturwerkstatt, dem Familienbündnis und der Gemeinde Altenberge jährlich organisierten Reihe „Lesen gegen das Vergessen“.
In beeindruckender Art und Weise trugen die Vorlesenden nicht nur verbrannte und verbannte Texte vor, sondern teilten auch zutiefst berührende persönliche Erfahrungen mit den Gästen.
Für manche vielleicht überraschend fand neben Bert Brecht, Anne Frank und Erich Kästner auch Harry Potter Eingang in die Lesung. Joanne K. Rowlings „Harry Potter und der Orden des Phönix“ ist mehr als nur eine Fantasy-Abenteuergeschichte. Es geht um Machtmissbrauch, Medienmanipulation, Angstpolitik und auch um Widerstand und Zivilcourage: Schwere Themen mit hoher Aktualität.
Die Verse von Jizchak Katzenelson im „Großen Gesang vom ausgerotteten jüdischen Volk“ wogen so schwer, dass Applaus nicht möglich war. Da war es gut, dass die Musikerinnen vom Duo Bela Vista mit ihren einfühlsamen Liedern für Entlastung sorgten.
